Europäische Unternehmen investieren 35% mehr in agentische KI. Statt der Technologie bremsen fehlende Voraussetzungen im Unternehmen den weiteren Fortschritt aus.
München, 29. April 2026 - Genpact, ein Anbieter von agentischen und Advanced-Technology-Lösungen stellt heute gemeinsam mit HFS Research eine neue Studie vor. In „Autonomy Requires Trust in AI“, wird die große Kluft zwischen den Ambitionen im Bereich der agentischen KI und der organisatorischen Bereitschaft aufgezeigt. Die Studie untersucht die Hindernisse, denen Unternehmen bei der Skalierung agentischer KI gegenüberstehen. Dabei wird herausgearbeitet, was erforderlich ist, um KI von einem Produktivitätswerkzeug zu einer autonomen Ausführungsebene innerhalb des Unternehmens zu machen: Verantwortlichkeit, Messbarkeit, Mitarbeiter und Prozesse.
Die Studie basiert auf einer Umfrage von 545 Führungskräften weltweit aus elf Branchen sowie auf Interviews mit Führungskräften der Fortune 2000 Unternehmen.
Weltweit erwarten 80% der Befragten (82% in Europa), dass agentische KI – also Systeme, die Aufgaben selbstständig koordinieren und Entscheidungen treffen können – die Art und Weise, wie Arbeit ausgeführt wird, grundlegend verändern wird. Trotz allem betreiben fast 80% (in Europa 74%) der Unternehmen diese Systeme noch unter Aufsicht, wobei die endgültige Freigabe in den meisten Fällen beim Menschen liegt.
„Unternehmen haben bewiesen, dass generative KI die Arbeit beschleunigen kann; die nächste Herausforderung besteht darin, zu zeigen, dass agentische KI die Verantwortung für die Ausführung dieser Aufgaben übernehmen kann“, sagt Ajay Vasal, Global Leader für Data & AI bei Genpact. „Dieser Wandel von unterstützender zu autonomer KI geht über ein technologisches Upgrade hinaus und erfordert ein grundlegendes Umdenken bei den Betriebsmodellen. Der Erfolg hängt davon ab, wie Unternehmen Prozesse neugestalten und dabei Verantwortlichkeiten und Entscheidungsbefugnisse einbauen. Gleichzeitig müssen sie ihre Mitarbeiter angemessen vorbereiten, um sicherzustellen, dass agentische KI als echte Erweiterung menschlicher Absichten fungiert.“
Die größten Hürden für agentische KI
Die Studie nennt vier grundlegende Faktoren, die darüber entscheiden, ob agentische KI zur autonomen Ausführung bereit ist oder beim Experimentstadium bleibt:
- Die Vertrauens- und Verantwortlichkeitslü >Steigende Investitionen, veraltete Kennzahlen: Unternehmen gehen davon aus, dass sie agentische KI innerhalb von durchschnittlich 17 Monaten skalieren können, wobei die Ausgaben im kommenden Jahr voraussichtlich um 38% (in Europa 35%) steigen werden. Allerdings stützen sich 67% nach wie vor auf veraltete Produktivitätskennzahlen, die den Wert autonomer Entscheidungsfindung nicht erfassen.
- Flachere Organisationsstrukturen, veränderte Qualifikationsanforderungen: 44% der Führungskräfte erwarten, dass es künftig weniger Managementebenen gibt, weil autonome KI einen Teil der Koordination übernimmt. Gleichzeitig verschiebt sich der Fokus bei den wichtigsten Fähigkeiten: Weg von der reinen Entwicklung von KI, hin zur Arbeit mit ihr. Gefragt sind vor allem die Steuerung und Integration von Workflows (42%), Data Engineering (39%) sowie die Überwachung von Systemen und deren Transparenz (36%). Somit schreitet die strukturelle Neugestaltung im Hinblick auf Autonomie schneller voran als die Neugestaltung menschlicher Aufgabenbereiche.
- Die Prozessreife ist das größte Hindernis: 33% der Befragten nennen unausgereifte Geschäftsprozesse als das größte Hindernis für die Einführung agentischer KI. Technologie ist nicht ausschlaggebend dafür, wie weit die Autonomie reicht, sondern die Neugestaltung der Workflows.
Was Unternehmen jetzt konkret ändern müssen
Der Bericht leitet daraus vier konkrete Handlungsfelder ab, die Unternehmen adressieren müssen, um agentische KI in die unternehmensweite Anwendung zu überführen:
- Verantwortlichkeit: Es wird klar festgelegt, wer für die Handlungen und Fehler des Agenten verantwortlich ist.
- Messbarkeit: Unternehmen führen agentenspezifische KPIs ein, die Ergebnisse wie den Abschluss autonomer Arbeitsabläufe messen.
- Mitarbeiter: Klare Rollenzuweisung und Festlegung neuer Zuständigkeiten für die menschlicher Aufsicht.
- Prozesse: Arbeitsabläufe werden neugestaltet, um manuelle Übergaben und sequenzielle menschliche Genehmigungen zu beseitigen.
„Der Wunsch nach mehr Autonomie wächst schneller als die Fähigkeit, sie zu steuern“, sagt Phil Fersht, CEO und Chief Analyst bei HFS Research. „Die führenden Akteure im Bereich Agentic AI werden nicht die schnellsten Anwender sein, sondern diejenigen, die Verantwortlichkeit, Messung und menschliche Aufsicht neugestalten. So wächst Autonomie kontrolliert und schafft langfristig Mehrwert.“
Weitere Informationen sowie den vollständigen Bericht zum Herunterladen finden Sie unter Autonomy Requires Trust in AI.
Über Genpact
Genpact (NYSE: G) ist ein weltweit führender Anbieter von agentischen und Advanced-Technology-Lösungen. Wir nutzen Process Intelligence, um messbare Ergebnisse mit Künstlicher Intelligenz zu erzielen. Gestützt auf ein starkes Partner-Ökosystem und das jahrzehntelange Vertrauen unserer Kunden entwickeln wir innovative Lösungen, die die Arbeitsweise von Unternehmen nachhaltig verändern. Mit einem Team, das Neugier und Kundenfokus vereint, gestalten wir langfristigen Erfolg für die weltweit bedeutendsten Unternehmen.
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Über die Studie
Die Studie basiert auf einer Umfrage unter 545 Führungskräften weltweit aus elf Branchen. Ergänzend wurden Interviews mit Führungskräften von Fortune-2000-Unternehmen geführt. 38% der befragten Organisationen haben ihren Hauptsitz in Nordamerika, 38% in Europa und 24% im asiatisch-pazifischen Raum.
