Neue Studie identifiziert vier zentrale Hebel für den Schritt vom KI-Experiment zum autonomen Unternehmen
München, 13. Januar 2026 – Genpact (NYSE: G), ein Anbieter von agentischen und Advanced-Technology-Lösungen, hat heute neue Studienergebnisse veröffentlicht. Sie zeigen, wie führende Unternehmen künstliche Intelligenz einsetzen, um ihre Arbeitsweise und ihr Wachstum zu verändern. Grundlage der Studie sind die Einschätzungen von mehr als 500 Führungskräften auf Senior-Ebene. Die Studie „Autonomy by Design: Scaling AI for Enterprise Value“ beschreibt, wodurch sich die 12 Prozent der Unternehmen auszeichnen, die den Übergang zum autonomen Unternehmen bereits erfolgreich gestalten. Agentische KI ist dabei fest in zentrale operative Abläufe eingebunden, und die Technologie entscheidet, handelt und lernt gemeinsam mit den Menschen.

Mehr als 500 Führungskräfte berichten branchen- und funktionsübergreifend über ihre Erfahrungen und Pläne im Umgang mit KI. Die Ergebnisse zeigen vier Stufen der KI-Reife. Die führenden Unternehmen („Leaders“) bilden zwar noch nicht vollständig das autonome Unternehmen ab, zeichnen sich jedoch durch strategischen Weitblick und konsequente Umsetzung aus. Sie verbessern Prozesse, schaffen skalierbare Architekturen, verfolgen klare Umsetzungsstrategien und sind weniger durch gewachsene Altsysteme eingeschränkt.
„Unsere Ergebnisse zeigen, dass Transformation deutlich über den Einsatz neuer Technologien hinausgeht“, sagt Sanjeev Vohra, Chief Technology and Innovation Officer bei Genpact. „Führende Unternehmen gestalten ihre Prozesse neu, investieren bewusst und verabschieden sich von etablierten Arbeitsweisen. Gleichzeitig stellen sie einen verantwortungsvollen Umgang mit Daten und KI sicher. Die Studie bietet dafür eine praxisnahe Orientierungshilfe.“
Auf dem Weg zum autonomen Unternehmen: Chancen und Hürden
Knapp ein Viertel (24% global, 20% in Deutschland) der befragten Führungskräfte auf Senior-Ebene geht davon aus, dass sich selbststeuernde Geschäftsprozesse mit nur geringer menschlicher Aufsicht innerhalb der nächsten drei Jahre durchsetzen könnten. Aktuell setzen jedoch nur 3 Prozent der globalen Befragten – in Deutschland 6 Prozent – aktiv auf agentische Orchestrierung, also auf Plattformen, die notwendig sind, um KI durchgängig in End-to-End-Prozesse zu integrieren. Trotz des großen Vertrauens in die Möglichkeiten von KI kommt die notwendige Grundlagenarbeit für eine höhere KI-Reife häufig ins Stocken.

Nur 3 Prozent der Unternehmen und lediglich 10 Prozent der „Leader“ setzen agentische Orchestrierung derzeit aktiv ein. Diese geringe Verbreitung gilt als Gradmesser für interne Fähigkeiten und die strategische Positionierung nach außen. Selbst führende Unternehmen haben agentische Orchestrierung bislang noch nicht flächendeckend in ihren Geschäftsprozessen verankert. In der Grafik dargestellt: globaler Einsatz agentischer Orchestrierung bei „Leadern“ nach Branchen.
Nahezu alle befragten Führungskräfte (99% global, 100% in Deutschland) geben an, dass in ihren Unternehmen geeignete Governance-Modelle und Strukturen für autonome oder agentische KI-Systeme fehlen. Zudem werden fehlende Kompetenzen in der Belegschaft am häufigsten als organisatorisches Hindernis für den Einsatz von KI genannt. Gleichzeitig bieten nur 45 Prozent der Unternehmen KI-Schulungen für alle Mitarbeitenden an.
„KI bringt ein interessantes Paradox mit sich“, sagt Nelson Repenning, Faculty Director am MIT Leadership Center und Distinguished Professor für System Dynamics und Organization Studies an der MIT Sloan School of Management. „Einerseits liegt ihr größter Nutzen darin, Arbeit zu automatisieren, die heute noch von Menschen erledigt wird. Andererseits lässt sich der Prozess der Automatisierung selbst nicht automatisieren. Menschen müssen weiterhin die schwierigen und oft komplexen Entscheidungen darüber treffen, wo und wie KI eingesetzt wird.“
Vier Faktoren, die Vorreiter auszeichnen
Genpact nennt vier miteinander verbundene Faktoren, die für den Aufbau eines autonomen Unternehmens entscheidend sind:
- Das Zusammenspiel mehrerer KI-Agenten, die Geschäftsprozesse durchgängig steuern
- Breite KI-Kompetenz, die den Umgang mit KI über alle Rollen und Funktionen hinweg stärkt
- Eine neu ausgerichtete Unternehmensarchitektur mit datenbasierten Grundlagen für den skalierbaren Einsatz von KI
- Governance im Tempo der KI, die klare Regeln und Kontrollmechanismen für einen schnellen und verantwortungsvollen Einsatz schafft
„Wir erleben derzeit, wie KI zunehmend zur verbindenden Grundlage moderner Geschäftsabläufe wird“, ergänzt Sanjeev Vohra. „Bei Genpact bezeichnen wir diesen Ansatz als agentische Abläufe. Unsere Stärke liegt in der Umsetzung nah am operativen Alltag sowie in unserer tiefen Prozess- und Datenkenntnis. Das ermöglicht es unseren Kunden, ein höheres Maß an Autonomie zu erreichen und bereits heute messbare Ergebnisse zu erzielen.“
Weitere Informationen zum Bericht finden sich unter www.genpact.com/insight/how-to-scale-ai-for-enterprise-value
Methodik
Der Bericht basiert auf einer weltweiten Befragung von 500 Führungskräften aus 13 Unternehmensfunktionen. Die befragten Unternehmen erzielen jeweils einen Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde US-Dollar und stammen aus acht Branchen und 13 Ländern. Ergänzend wurden qualitative Interviews mit zehn Führungskräften aus verschiedenen Branchen geführt, um zusätzliche Einordnungen zum aktuellen Einsatz von KI in Unternehmen zu erhalten.
Über Genpact
Genpact (NYSE: G) ist ein weltweit führender Anbieter von agentischen und Advanced-Technology-Lösungen. Wir nutzen Process Intelligence, um messbare Ergebnisse mit Künstlicher Intelligenz zu erzielen. Gestützt auf ein starkes Partner-Ökosystem und das jahrzehntelange Vertrauen unserer Kunden entwickeln wir innovative Lösungen, die die Arbeitsweise von Unternehmen nachhaltig verändern. Mit einem Team, das Neugier und Kundenfokus vereint, gestalten wir langfristigen Erfolg für die weltweit bedeutendsten Unternehmen.
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